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Die Unternehmensberaterin Barbara Eichelmann-Klebl wurde als einzige Darmstädterin von den Jury-Mitgliedern der Initiative „FRAUEN unternehmen“ dafür ausgewählt, junge Frauen zur Selbstständigkeit zu ermutigen. (Foto: HEINERTOWN.DE/Andreas Kelm)

Wirtschaft: Warum „Vorbild-Unternehmerin“ Barbara Eichelmann-Klebl jungen Gründerinnen helfen will

Darmstadt 31.10.2014

In Deutschland wird nur jedes dritte Unternehmen von einer Frau gegründet. Deswegen hat man seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) nun die Initiative „FRAUEN unternehmen“ ins Leben gerufen. 180 „Vorbild-Unternehmerinnen“ aus ganz Deutschland wurden dafür gewonnen, junge Frauen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen zur Selbstständigkeit zu ermutigen. Darunter Barbara Eichelmann-Klebl, Unternehmensberaterin und Selfmade-Unternehmerin aus Darmstadt.

Barbara Eichelmann-Klebl möchte „die Unternehmerlust in Deutschland steigern“, wie die 47-jährige selbst sagt. Ihrer Erfahrung nach haben viele Menschen, vor allem Frauen, Angst vor dem Risiko des Unternehmertums. Diese Angst möchte sie den Menschen nehmen. „Gerne möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, mit Informationen und meinem persönlichen Enthusiasmus den Weg für mehr Frauen als Unternehmerinnen zu ebnen.“

Wovon sie spricht, das weiß die zweifache Mutter genau. Schließlich hat die gebürtige Westfälin vor zwölf Jahren selbst den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Im Anschluss an ihre Ausbildung zur Industriekauffrau und ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens arbeitete sie zunächst einige Jahre bei verschiedenen Unternehmen, ehe sie 2002 gleich drei eigene Firmen ins Leben rief. Zwei davon werden noch heute von ihr geführt (be! Unternehmensberatung; FIDELIO-SchokoFrüchte).

Während ihrer Arbeit als Unternehmensberaterin hat Barbara Eichelmann-Klebl allerdings gelernt, dass der Schritt in die Selbstständigkeit nicht für jeden die beste Entscheidung ist: „Als ich mich damals selbstständig gemacht habe, hatte ich einen gewissen Geldpuffer zur Verfügung und einen Mann, der mich bei allem unterstützt hat. Außerdem kam ich gerade aus der Arbeitslosigkeit und hatte sozusagen eh nichts zu verlieren“, erinnert sie sich.

„FRAUEN unternehmen“ ist Bestandteil des von Vertretern des BMWI und des Bundesfamilienministeriums erarbeiteten Eckpunktepapiers „Frauen gründen: Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland stärken“. Es enthält Projekte, die man in den kommenden zwei Jahren umsetzen will, um Frauen den Sprung in die Selbständigkeit zu erleichtern. Mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in der Kalkscheune in Berlin wurde die neue Initiative am vergangenen Mittwoch (29.10.) vorgestellt.

Zum Start des Netzwerkes wurden 180 „Vorbild-Unternehmerinnen“ ausgewählt. In den kommenden zwei Jahren werden sie in ihren Regionen Schulen, Hochschulen oder Veranstaltungen der Wirtschaftsförderung besuchen, um die Präsenz und Sichtbarkeit von Unternehmerinnen in der Öffentlichkeit zu erhöhen und Mädchen und junge Frauen für die Selbständigkeit zu begeistern.

Die BMWi-Initiative „FRAUEN unternehmen“ ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Zur Unterstützung des neuen Netzwerkes wird bei der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) eine nationale Koordinierungsstelle eingerichtet. Eine Reihe weiterer, auch regionaler Veranstaltungen werden der Auftaktveranstaltung folgen.

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