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Zumindest an Sitzplätzen wird es am Darmstädter Hauptbahnhof in den kommenden Tagen nicht mangeln. (Foto: HEINERTOWN.DE/Andreas Kelm)

Wie man dem Chaos aus dem Weg geht

Darmstadt 30.11.2014

Wer in den kommenden Tagen mit einem Zug der Deutschen Bahn fahren möchte, braucht gute Nerven und viel Geduld: Vom morgigen Donnerstag (06.11.), 2 Uhr, bis Montag (10.11.), 4 Uhr, legen die von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertretenen Lokfahrer ihre Arbeit nieder. Wir haben einige Tipps dafür zusammen gestellt, wie man dem Streik-Chaos aus dem Weg gehen kann.

Das einfachste ist natürlich, bis Montag auf die Dienste der Deutschen Bahn zu verzichten. Schließlich beschränkt der Streik sich im Rhein-Main-Gebiet auf die S-Bahnlinien 1 bis 9 und auf einen Teil der RMV-Bahnlinien (eine Komplettübersicht findet man unter www.dadina.de). Mit dem Bus, der U-Bahn und der Straßenbahn sowie den Zügen von privaten Verkehrsunternehmen kommt man dagegen planmäßig von A nach B.

Wer mit diesen Verkehrsmitteln nicht weiter kommt und kein Auto zur Verfügung stehen hat, kann auf Alternativen zurückgreifen: Bei Mitfahrzentralen und Fernbusunternehmen findet man zwar in vielen Fällen etwas weniger Komfort als bei der Deutschen Bahn, kommt dafür aber pünktlich an und muss nicht auf einen der wenigen Züge warten, die während des Streiks im Abstand von oft mehreren Stunden den Bahnhof verlassen. Zudem sind die Angebote in vielen Fällen günstiger als die der Deutschen Bahn. Man findet sie unter anderem bei www.blablacar.de, www.mitfahrzentrale.de, www.drive2day.de und www.fernbusse.de.

Sollten diese Alternativen keine Hilfe sein – zum Beispiel wenn das Bahnticket schon gekauft worden ist – dann besteht zumindest die Möglichkeit, sich über Service-Nummern und Internetseiten auf dem Laufenden zu halten. Seitens der Deutschen Bahn informiert man die Kunden unter der Rufnummer 0 18 06/99 66 33, seitens des RMV unter Tel. 0 69/24 24 80 42. Mit dem Smartphone kann man sich außerdem auf den Internetseiten der beiden Anbieter die neuesten Informationen zu den Fahrplänen holen (www.db.de und www.rmv.de).

Wer mit seinem Ticket pünktlich am Gleis steht und trotzdem warten muss, bekommt die Kosten für die Fahrkarte ersetzt. Das gleiche gilt für Passagiere, deren Züge mindestens 60 Minuten zu spät am Zielbahnhof eintreffen, und für solche, die mehrere Züge nutzen müssen und durch den Streik ihren Anschlusszug verpassen. In diesen Fällen zahlt die Bahn auch die Rückfahrt zum Ausgangsbahnhof. Alle Infos über mögliche Rückerstattungen finden Interessierte unter www.bahn.de. Dort findet man auch das Formular, mit dem man die Rückerstattung beantragen kann.

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